Schwester Maria Gratia ND 5666 PDF Download
Maria GROOT-BERNING
Maria Regina Provinz, Coesfeld / Deutschland
Datum und Ort der Geburt: 21. Juli 1934 Großemast bei Vreden
Datum und Ort der Profess: 15. August 1964 Coesfeld
Datum und Ort des Todes: 20. September 2026 Coesfeld, Kloster Annenthal
Datum und Ort der Beerdigung: 24. September 2026 Coesfeld, Schwesternfriedhof
Maria Groot-Berning wuchs mit ihren fünf Geschwistern wohlbehütet durch ihre Eltern Gerhard Groot-Berning und seine Frau Johanna, geborene Feldbrack auf. Die Eltern hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb. Maria besuchte die katholische Volksschule in Großemast und wurde 1950 aus dieser mit einem guten Zeugnis entlassen. Sie half in den weiteren Jahren auf dem elterlichen Hof mit, bis sie von 1958 bis 1959 im Herz Jesu Kloster in Vreden als Lern-köchin angestellt wurde. Hier bekam sie eine gründliche Ausbildung in allen hauswirtschaftli-chen Bereichen. Die damalige Hausoberin schrieb in ihrem Zeugnis: „Frl. Groot-Berning war stets ehrlich, freundlich und bereitwillig zu jeder Arbeit. Wir können sie in jeder Hinsicht empfehlen und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.” Nach dieser Zeit im Herz Jesu Kloster blieb Maria zwei weitere Jahre zu Hause, bis sie im Oktober 1961 in unsere Ordens-gemeinschaft eintrat. Am 18. August 1962 wurde sie eingekleidet und erhielt ihren Ordens-namen Schwester Maria Gratia. Nach ihrer ersten Profess 1964 kam sie zum Piuskolleg in Coesfeld und arbeitete verantwortlich in der Hauspflege, bis sie 1969 nach Rom ins Terziat fuhr, um dort im Juli ihre ewigen Gelübde abzulegen.
Stationen ihrer Tätigkeiten waren Büren und das Liebfrauenstift in Gelsenkirchen. Am Meinwerk-Institut in Paderborn erhielt sie eine fundierte Ausbildung zur Wirtschafterin und 1988 legte sie die Ausbildereignungsprüfung ab. 33 Jahre wirkte Sr. Maria Gratia mit aller Kraft und Freude in Küche und Haus im Seniorenheim Liebfrauenstift in Gelsenkirchen, bis bei ihr eine beginnende Demenz diagnostiziert wurde und sie schweren Herzens ihre geliebte Aufgabe loslassen musste.
Sie wechselte 2008 zum Kloster Annenthal und verrichtete hauswirtschaftliche Dienste auf den Salus-stationen. Ihr frohes heiteres Wesen, ihre Liebeswürdigkeit und Einfachheit, mit der sie uns begegnete, waren beispielhaft. Über Besuche von zu Hause freute sie sich immer, wenn auch die Kommunikation mit der Zeit schwierig wurde. Mit zunehmender Demenz liebte sie es immer mehr, in geselliger Runde zu sein. Sie war gern draußen und begleitete, so lange es ihr möglich war, mit ihrem Rollator eine rollstuhlfahrende Mitschwester durch den Park. Ein vertrautes, warmes Bild. Schwester Maria Gratia hatte ein strahlendes Lächeln, dabei saß der Schalk in ihren Augen. Als sie längst nicht mehr sprechen konnte, beschenkte sie uns großzügig mit ihrer Warmherzigkeit und Zuneigung.
Im Laufe der Zeit ließen ihre Kräfte nach, bis sie eines Tages nicht mehr aufstehen konnte. Auch in dieser letzten Lebensphase war eine Begegnung mit ihr geprägt von gegenseitiger Freude und Dankbarkeit. Von unseren Mitarbeiterinnen in der Pflege und in der Betreuung wurde Schwester Maria Gratia liebevoll umsorgt, von der Schwesterngemeinschaft mitgetragen.
Als Schwester Maria Gratia noch sprechen konnte, im Rollstuhl saß und in den Aufzug gefahren wurde, sagte sie einmal: „Fahren wir jetzt in den Himmel?“ „Nein, Sr. Gratia, jetzt noch nicht, aber irgendwann kommt der Himmel zu dir.“
Eine ehemalige Mitarbeiterin antwortete auf die Nachricht von ihrem Tod: „Eine gute Seele ist nach Hause gegangen.“




