Schwester Maria Birgit ND 6253 PDF Download
Marianne WESTERMANN
Maria Regina Provinz, Coesfeld, Deutschland
Datum und Ort der Geburt: 14. März 1940 Mühlen/Steinfeld
Datum und Ort der Profess: 28. März 1965 Vechta
Datum und Ort des Todes: 22. März 2026 Vechta, Krankenhaus
Datum und Ort der Beerdigung: 31. März 2026 Coesfeld, Schwesternfriedhof
„Zeige mir den Weg, den ich gehen soll, und mache mich willig, ihn zu gehen!“ Hl. Birgitta von Schweden
Marianne war das jüngste Kind des Malermeisters August Westermann und seiner Frau Anna. Sie hatte drei ältere Geschwister. Der Vater starb 1945 im Krieg. Die Mutter heiratete 1948 den Malermeister Alwin Pille. Marianne wuchs in einer katholischen Familie auf. Die Kinder haben zu ihrem zweiten Vater eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen können.
Marianne besuchte von 1946 bis 1954 die katholische Volksschule in Mühlen. Nach ihrer Schul-entlassung arbeitete sie 18 Monate als Helferin im Kindergarten der Schwestern U.L.F. in Vechta. Dabei reifte in ihr der Entschluss, Kindergärtnerin zu werden. Dieses Ziel verfolgte sie zielstrebig. Von 1957 bis 1958 besuchte sie die staatlich anerkannte Haushaltungsschule der Schwestern U.L.F. in Coesfeld und erwarb die Mittlere Reife im März 1959. Von 1960 bis1962 absolvierte sie die Frauenfachschule für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen in Coesfeld. Im gleichen Jahr trat sie in Vechta in die Kongregation ein. Bei ihrer Einkleidung 1963 erhielt sie den Namen Schwester Maria Birgit. Schon als junge Schwester übernahm sie die Leitung des Kindergartens in Oldenburg. Von 1969 bis 1970 bildete sie sich durch Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang als Montessori-Erzieherin weiter. Dies wurde die Grundlage ihres langjährigen Engagements für das Montessori-Kinderhaus in Vechta. Als sie nach 24 Jahren Leitung diese Tätigkeit beendete, stellte der damalige Pfarrer ihr ein sehr gutes Zeugnis aus. Er beschreibt Sr. M. Birgit „als anerkannte und geschätzte Vorgesetzte, der es gelang, nicht nur immer wieder neue Impulse einzugeben, sondern ebenso als Integrationsfigur für ein harmoni-sches Miteinander Sorge zu tragen.“ Den Neubau des Montessori-Kinderhauses prägte Sr. M. Birgit entscheidend mit, das Konzept wurde Vorbild für weitere Einrichtungen.
Sr. M. Birgit wagte 1992 den Aufbruch in eine neue Welt. Sie gehörte zu den Gründungsmitglie-dern einer Kommunität in Ludwigslust in der ehemaligen DDR. Hier brachte sie 15 Jahre lang als Caritas-Referentin ihre pädagogische Erfahrung in der Weiterbildung von Erzieherinnen ein. Sie lernte zahllose Kindergärten im Osten Deutschlands kennen und begleitete mit Herz und Hand deren Weiterentwicklung.
Nach ihrem Abschied von Ludwigslust 2007 setzte sich Sr. M. Birgit als Hausoberin in Marienhain und ab 2008 als Provinzrätin in der Gemeinschaft ein. Als 2015 in unmittelbarer Nachbarschaft ein Flüchtlingsheim entstand, ging sie zu den Kindern und Müttern und machte Spiel- und Weiterbildungsangebote. Gerne beteiligte sie sich auch in einem Strickkreis mit ande-ren Frauen zur Unterstützung caritativer Zwecke für den Sozialdienst in Vechta, für Obdachlose in Dinklage und für Bedürftige in Haiti.
Mit ihrer Familie war sie sehr verbunden, auch mit alleinstehenden und älteren Menschen vor Ort, die sich über ihre Besuche freuten.
Am 5. Fastensonntag gab sie nach kurzer, schwerer Krankheit ihr Leben in Gottes Hände zurück. Wir vertrauen darauf, dass der gute Gott ihr auch den letzten Weg gezeigt hat, den sie gehen musste.





