Sr. M. Paula Wessel, die Provinzoberin der europäischen Provinz, schickt von Zeit zu Zeit „Notizen aus der Provinz“ an die Schwestern. So wird die Verbindung der Schwestern in den verschiedenen europäischen Ländern gefördert.
Hier folgt ein Auszug aus ihrem letzten Rundbrief:
„Als Titelbild habe ich dieses Mal unsere römische Niederlassung gewählt. Das Bild zeigt links das angemietete Haus unserer Schwestern und rechts das Haus der Oblaten Patres. Es ist ein sehr großes Gelände und ich bin sicher, es würde Euch allen gefallen: sehr alte Bäume, Kakteen und dazwischen reichlich viele Papageien, die regelmäßig auf ihre Weise für „Konzerte“ sorgen, die nicht zu überhören sind. Unsere Schwestern fühlen sich dort sehr gut aufgehoben, was die Versorgung an Leib und Seele angeht. Vom 28.07.bis zum 03.08.durfte ich bei den Schwestern wieder zu Gast sein. Diesmal machten nicht die Papageien das Konzert zur Begrüßung, sondern die Zikaden. Sie waren sehr ausdauernd in ihrer speziellen Tonlage, die wohl ein Liebeswerben sein sollte. Bei ca. 38 Grad haben wir uns fast nur im Haus aufgehalten. Bereits ab 7 Uhr (Laudes, 7.30 Uhr Messe) finden bei den Schwestern die ersten Gebetszeiten statt. Mit dieser frühen Zeit sind sie in unserer Provinz vermutlich die ersten, die sich zum Gebet versammeln. So gut es geht, helfen die Schwestern im Haus mit: Abtrocknen, Tische wieder herrichten, Essen einzelnen Schwestern zu Tisch bringen und in der Kapelle vorbeten. Irgendwie gibt es immer etwas zu tun. Sr. M. Aldegonda ist hierbei noch sehr aktiv und als sie in ihrer Heimat Brasilien war, sprang Sr. M. Benedetta ein. Ansonsten gibt es im Haus noch einige Frauen eines häuslichen Dienstes, die 24 Stunden für die Schwestern in der Pflege und in der allgemeinen Versorgung helfen. Und der Mann im Haus ist seit vielen Jahren Salvatore, der immer irgendwo tätig ist, vor allem als Fahrer, wenn Besorgungen und Arztbesuche anfallen.
Ganz nebenbei noch gesagt: Die Tassen in der Kommunität in Rom sind nicht aus Meißner Porzellan, sondern aus den Niederlanden mit dem Emblem der Zusters van Onze-Lieve-Vrouw, ein Geschenk von Sr. M. Sylvia aus Tegelen vor vielen Jahren. „Dies sind unsere besten Tassen“, sagten die Schwestern übereinstimmend.
Und die besten Nachbarn sind die Oblaten Patres, die gerne morgens die Messe mit den Schwestern feiern, ob sie nun mit der italienischen Sprache schon bewandert sind oder noch in der Übungsphase stecken. Einer von den Studenten ist ein Schüler von Sr. M. Benedetta, dem sie sicher eine gute Lehrerin ist.






