Schwester Maria Jositha ND 5656 PDF Download
Theresia KLÜSENER
Maria Regina Provinz, Coesfeld, Deutschland
Datum und Ort der Geburt: 27. Mai 1936 Nikolausdorf/Garrel
Datum und Ort der Profess: 18. August 1963 Coesfeld
Datum und Ort des Todes: 01. Oktober 2026 Coesfeld, Kloster Annenthal
Datum und Ort der Beerdigung: 06. Oktober 2026 Coesfeld, Schwesternfriedhof
Theresia war die Tochter des Landwirts Josef Klüsener und seiner Ehefrau Johanna, geborene von Döllen. Sie war das jüngste Kind von 10 Geschwistern. Von 1943 bis Ostern 1951 besuchte sie die katholische Volksschule in Beverbruch. Sie wurde mit einem guten Zeugnis entlassen und blieb für die nächsten zwei Jahre auf dem elterlichen Hof. 1953 begann sie eine hauswirtschaftliche Lehre im Pastorat in Altenoythe, die sie nach dem Tod der Haushälterin dort im St. Vincenzhaus in Cloppenburg fortsetzte und1955 beendete. Für weitere fünf Jahre arbeitete sie im Damenheim Liebfrauenstift in Gelsenkirchen als Beiköchin, bis sie im Dezember 1960 in unsere Kongregation eintrat. Bei ihrer Einkleidung im August 1961 erhielt sie ihren Ordensnamen Schwester Maria Jositha. Der Hl. Josef sollte fortan ihr Begleiter sein. Sie verehrte ihn sehr.
Da Schwester Maria Jositha seit ihrer Geburt an einer Fehlstellung des linken Fußes litt, konnte sie auf Dauer die Arbeit in der Küche nicht mehr bewältigen. Zwei nötige Operationen brachten in den folgenden Jahren keine Linderung. So setzte sie sich ihren Kräften entsprechend im Refektorium ein und half im Schwarznähzimmer. Hier schätze man ihre Nähfähigkeit und so begann sie 1971 eine Lehre als Damenschneiderin im Haus vom Guten Hirten in Münster, die sie 1973 mit dem Gesellenbrief erfolgreich abschloss. Bis 1977 war sie im Nähzimmer tätig, danach übernahm sie in Coesfeld das Amt der Sakristanin in der Liebfrauenburg und später im Kloster Annenthal. Die nötige Qualifikation dazu erwarb sie 1978 vor der bischöflichen Prüfungskommission in Münster mit sehr gutem Erfolg.
Schwester Maria Jositha war eine engagierte Sakristanin, liebte den Dienst in Sakristei und Kapelle und hatte ein Händchen für die Blumengestaltung. Den Mönchen und Priestern, die zum Zelebrieren kamen, trat sie zuvorkommend entgegen, hatte aber auch gern einen lustigen Spruch auf den Lippen. Überhaupt hatte Schwester M. Jositha den Schalk in den Augen, ihr trockener Humor machte uns oft sprachlos, sie war ein Original. Da ihre Kräfte weniger wurden, übernahm sie ab 2005 kleine Aufgaben hier im Haus. Eine beginnende Demenz machte ihr und uns Kummer. Nach einem Sturz in ihrem Zimmer und einer notwendigen Operation an ihrem linken Fuß war Schwester Maria Jositha auf den Rollstuhl angewiesen. Sie hatte Sehnsucht nach ihren Eltern „…ich möchte so gern bei Mama und Papa sein, meinst du, das dauert noch lange?“ „Ich weiß es nicht, Schwester Jositha.“
Von unseren Mitarbeiterinnen in Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft wurde Schwester Maria Jositha liebevoll betreut, von den Schwestern mitgetragen.
Nur für kurze Zeit war Schwester M. Jositha bettlägerig, dann holte der gute Gott sie an ihrem Taufnamenstag zu sich in die Ewigkeit.




