Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Schwester Maria de Lurdes   

Schwester Maria de Lurdes                       ND 7054                        PDF Download

Lurdes da Ross STEFANELLO

Unsere Liebe Frau von Guadalupe Provinz, RS, Brasilien

Datum und Ort der Geburt:        17. Juni 1949            Frederico Westphalen, RS
Datum und Ort der Profess:        10. Februar 1971     Passo Fundo, RS
Datum und Ort des Todes:          09. Mai 2026           Passo Fundo, RS
Datum und Ort der Bestattung: 09. Mai 2026           Heilig Kreuz Friedhof, Passo Fundo, RS

„Ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund.” (Cf. Jer 32,40)

Schwester Maria de Lurdes Stefanello war eine Frau, die mit ihrer frohen, großherzigen und aufgeschlossenen Art unzählige Menschen berührte. Sie wurde in eine große Familie hineingeboren, als fünftes der fünfzehn Kinder der Eheleute Erico Stefanello und Henriqueta da Ross Stefanello. Ihre Eltern, die tief im christlichen Glauben verwurzelt waren, erzogen ihre Kinder im praktizierenden Glauben, zur Teilnahme an den Sakramenten und zum täglichen gemeinsamen Rosenkranzgebet in der Familie.

Einer der prägendsten Momente ihrer Kindheit war ihre Erstkommunion, die sie als ein Erlebnis von außergewöhnlicher Schönheit beschrieb. Schon von klein auf hegte sie den tiefen Wunsch, Ordensschwester zu werden und ihr Leben der Aufgabe zu widmen, anderen zu helfen, Jesus zu begegnen. Als sie ihren Wunsch äußerte, das Ordensleben zu wählen, erhielt sie die volle Unterstützung und Ermutigung ihrer Eltern.

Am 9. Februar 1969 trat sie in Passo Fundo ins Noviziat ein und legte am 10. Februar 1971 in derselben Stadt ihr Treueversprechen ab. Mit ihrem lebhaften, frohen und temperamentvollen Wesen erhielt Schwester Maria de Lurdes liebevoll den Spitznamen „Cigana“ – ein portugiesischer Begriff, der eine freiheitsliebende und lebhafte Persönlichkeit beschreibt – einen Spitznamen, den sie sehr schätzte.

Von Beginn ihres Ordenslebens an widmete sich Schwester Maria de Lurdes dem Apostolat der Erziehung. Ab 1987 war sie 26 Jahre lang als Schulleiterin an verschiedenen Schulen Unserer Lieben Frau tätig. Sie erfüllte ihre Aufgabe mit Eifer, Kompetenz und großem Engagement. Sie liebte ihre Arbeit und vermittelte diese Liebe in jeder Geste, jeder Unterrichtsstunde und jeder Begegnung. Ihre Anwesenheit machte jede Umgebung heller und einladender, denn sie trug in sich die Lebensfreude und die Gelassenheit einer Person, die in ihrer Berufung einen tiefen Sinn gefunden hatte.

Schwester Maria de Lurdes war bekannt für ihre dynamische Art, ihren Mut im Umgang mit Herausforderungen, ihre Kontaktfreudigkeit und ihre Weitsicht in Bezug auf die Sendung. In ihren späteren Jahren widmete sie sich von ganzem Herzen der Seelsorge, koordinierte Katechese-Programme, bildete Katecheten aus und förderte geistliche Berufungen. Sie liebte das Ordensleben von ganzem Herzen und bezeugte jeden Tag die Schönheit der Selbsthingabe und des Dienens. Sie war stets zur Stelle und scheute keine Mühen, um zu helfen, Menschen willkommen zu heißen und ihnen zu dienen. Nichts war ihr zu viel, wenn es um das Wohl anderer ging. Sie begegnete jeder Herausforderung mit Hoffnung, Einfachheit und einem zuversichtlichen Lächeln.

Ob in der Schulleitung oder im Leben der Gemeinschaft – Schwester Maria de Lurdes verstand es, ihre eigenen Vorstellungen und sogar ihre Autorität zurückzustellen, wenn dies der geschwisterlichen Harmonie und Einheit diente, und suchte stets nach Wegen, die es allen ermöglichten, gemeinsam voranzuschreiten. Schwester Maria de Lurdes ist in das Haus des Vaters zurückgekehrt, doch ihr Zeugnis der Hingabe, des Glaubens, der Freude und der Nächstenliebe bleibt uns erhalten.