Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Inklusive Initiative: Wo Würde auf Hoffnung trifft – gemeinsam mit der Transgender-Gemeinschaft

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Der Start unseres JPIC-Projekts „Inklusive Initiative“ am 21. März 2026 im Provinzhaus in Bangalore, Indien, war ein bedeutender und wegweisender Moment im Leben und in der Sendung der Schwestern Unserer Lieben Frau der Mariä Heimsuchung Provinz in Bangalore. Das Programm wurde eröffnet von Sr. Mary Chetana, der Provinzoberin, deren Anwesenheit und ermutigende Worte diesem besonderen Vorhaben zusätzliche Unterstützung und Orientierung verliehen.

Verwurzelt im Kapiteldokument zu Gerechtigkeit und Frieden, greift diese Initiative das Ziel 2 von Laudato Si’ auf: Antwort auf den Hilferuf der Armen, und lädt uns ein, Umweltgerechtigkeit zu fördern, die Würde jedes menschlichen Lebens zu wahren und alles Leben auf der Erde zu schützen.

Im Mittelpunkt dieser Initiative steht das aufrichtige Bestreben, Mitglieder der Transgender-Gemeinschaft durch nachhaltige Existenzgrundlagen zu stärken. Im Rahmen des Projekts wurden Handkarren verteilt, die es ihnen  ermöglichen, kleine Verkaufsstände für Gemüse, Obst und Blumen zu eröffnen. Außerdem wurden Küchenutensilien bereitgestellt, um die Gründung kleiner Lebensmittelbetriebe zu unterstützen und ihnen so zu helfen, ihren Lebensunterhalt zu sichern und eine stabile Einkommensquelle zu schaffen.

Darüber hinaus erhielten fünf Personen finanzielle Unterstützung für den Erwerb eines Führerscheins, da sie eine Ausbildung zum Auto-Rikscha-Fahrer absolvieren, was ihnen einen weiteren Weg in Richtung Unabhängigkeit und Stabilität eröffnet.

In einer herzlichen Willkommensatmosphäre verbrachten Savitha, Shantha, Siva Priya, Shivanya, Rathi, Revathi, Rathiamma, Aishwarya, Payanka, Kalki, Raju und Kavitha, zusammen mit den Schwestern Zeit auf dem Campus. Sie tauschten sich ungezwungen mit den Schwestern aus und erzählten von ihren Lebenswegen, ihren Kämpfen und Hoffnungen. Ihre Geschichten spiegelten sowohl den Schmerz der Ausgrenzung als auch die Kraft der Widerstandsfähigkeit wider.

Durch diese mitfühlende Initiative fühlten sie sich geehrt, respektiert und wertgeschätzt, während sie gemeinsam eine Mahlzeit einnahmen. Gleichzeitig wurden auch die Schwestern selbst inspiriert. Diese Begegnung vertiefte ihr Bewusstsein für die Herausforderungen, denen die Transgender-Gemeinschaft gegenübersteht, und stärkte ihr Engagement, diesen Menschen mit größerem Verständnis, mehr Akzeptanz und größerer Inklusion zur Seite zu stehen.

Die „Inclusive Initiative“ ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den Auftrag der Schwestern Unserer Lieben Frau, Werkzeuge der Liebe Gottes zu sein, sich den Randgruppen zuzuwenden und dort Hoffnung zu stiften, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Es war nicht nur der Start eines Projekts, sondern der Beginn einer Reise, um Leben zu verändern, Würde zu stärken und eine integrativere und mitfühlendere Gesellschaft für alle zu schaffen.