Schwester Maria Nadir Petter ND 7095 PDF Download
Nadir PETTER
Provinz Unserer Lieben Frau von Guadalupe, Passo Fundo, RS, Brasilien
Datum und Ort der Geburt: 13. November 1952 Espumoso, RS
Datum und Ort der Profess: 16. Februar 1983 Passo Fundo, RS
Datum und Ort des Todes: 10. August 2026 Hospital de Clínicas, Passo Fundo, RS
Datum und Ort der Bestattung: 11. August 2026 Santa Cruz Friedhof, Passo Fundo, RS
“Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.” (Mt 25,13)
Am Morgen des 7. August waren wir sehr betroffen über die Nachricht, dass Schwester Maria Nadir einen Gehirnschlag erlitten hatte. Trotz sofortiger medizinischer Maßnahmen und aller Bemühungen konnte ihr Zustand nicht mehr verbessert werden. Im Geiste des Glaubens und der Hoffnung gedenken wir dankbar ihres Lebens – eines Lebensweges, der von selbstlosem Dienst, Hingabe und Mitgefühl geprägt war. Wo immer sie auch hinging, hinterließ sie ein bleibendes Vermächtnis der Güte, der Einfachheit und der Schwesterlichkeit.
Als ältestes unter den fünf Kindern der Eheleute Lauro Petter und Zulmira Löff Petter übernahm Nadir schon früh die Verantwortung für ihre Geschwister. Diese besondere Zuneigung hielt sie ihr ganzes Leben lang aufrecht und pflegte enge Beziehungen zu ihnen durch häufige Besuche, großes Interesse an ihrem Leben und die beständige Ermutigung, nach christlichen Werten zu leben.
Bereits im Alter von 12 Jahren verspürte sie den starken Wunsch, ihr Leben Gott zu weihen – eine Berufung, die sich später während ihrer Tätigkeit in einem Krankenhaus festigte, wo sie erkannte, dass die Pflege der Kranken ihr Weg sei, Gott zu dienen. Nach einer Zeit intensiver Überlegungen trat sie in die Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau ein. Nachdem sie ihr Noviziat abgeschlossen und in Passo Fundo ihr Treueversprechen abgelegt hatte, legte sie in Carazinho, umgeben von der Pfarrgemeinde, zu der ihre Familie gehörte, ihre ewigen Gelübde ab.
Schwester Maria Nadir strahlte eine frohe Einfachheit aus und hatte ein stets offenes Herz. Ruhig, fröhlich und tief in das Gemeinschaftsleben eingebunden, trug sie dazu bei, dieses leichter und schwesterlicher zu gestalten. Das Gebet war ihre Quelle der Kraft, der Inspiration und der Stärke, um ihre Berufung zu leben und ihren Auftrag zu erfüllen. Sie hatte eine besondere Verehrung für die Muttergottes, die heilige Julie und ihren Schutzengel. Als Pflegehelferin war Schwester Maria Nadirs Arbeit ein wahrer Dienst, bei dem sie den Menschen, die Heilung und Trost brauchten, nicht nur ihre beruflichen Fähigkeiten, sondern ihr ganzes Herz schenkte.
In den letzten Jahren nahm sie die Diagnose Alzheimer trotz der damit verbundenen Schmerzen mit ruhiger Gelassenheit hin. Selbst angesichts ihrer zunehmenden Einschrän-kungen bewahrte sie sich ihren guten Humor und ihre Fähigkeit, schwierige Situationen leichter erscheinen zu lassen. Ihr gesamtes Leben war in ihrem Vertrauen auf Gott veran-kert und wurde von ihrer Lieblingsstelle geleitet: „Alles kann ich durch den, der mich stärkt.“
Der Herr, der sie in sein Reich rief, schenke ihr das ewige Leben und die ewige Freude.




