Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Schwester Maria Luise

Schwester Maria Luise                  ND 4242                      PDF Download

Maria Gertrud OSTROP

Maria Regina Provinz, Coesfeld / Deutschland

Datum und Ort der Geburt:              21. August 1930              Gelsenkirchen-Buer
Datum und Ort der Profess:             09. April 1953                  Mülhausen
Datum und Ort des Todes:                17. Oktober 2026            Mülhausen, Haus Salus
Datum und Ort der Beerdigung:     26. Oktober 2026            Mülhausen, Schwesternfriedhof

„Da rief Jesus ein Kind herbei und stellte es in ihre Mitte.“   Mt 18,

Schwester Maria Luise war das siebte der 11 Kinder der Eheleute Franz und Mathilde Ostrop. Von 1937 bis 1941 besuchte Maria die katholische Volksschule in ihrem Heimatort Polsum (Kreis Recklinghausen), danach war sie Schülerin des Ursulinengymnasiums in Dorsten, bis dieses 1944 geschlossen wurde.

Nach Kriegsende besuchte sie die Berufsschule in Marl und half ihrer Mutter in der Haushaltsfüh-rung und bei der Betreuung ihrer jüngeren Geschwister. Ihre hauswirtschaftlichen Kenntnisse erweiterte Maria in der Landfrauenschule in Geldern, die von den Schwestern Unserer Lieben Frau geleitet wurde.

1951 begann Maria ihr Noviziat in unserer Kongregation und erhielt den Namen Schwester Maria Luise. Nach ihrer ersten Profess absolvierte sie im Kindergärtnerinnenseminar Mülhausen-Oedt erfolgreich ihre Ausbildung zur Kindergärtnerin und Hortnerin. Danach begann ihre jahrzehntelange Tätigkeit im Großraum Duisburg – nahezu 40 Jahre leitete sie in Duisburg-Hamborn den St. Franziskus Kindergarten. In der Festschrift zum 35-jährigen Bestehen des Kindergartens lesen wir: „Kein Wunder, wenn die meisten Menschen des Ostackers (ein Stadtteil von Hamborn) sie kennen und schätzen. Sind doch fast alle bei ihr im Kindergarten gewesen. In kollegialer Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen und Helferinnen im Kindergarten hat sie sich um die Entfaltung der Kleinkin-der bemüht. Wer sich ein bisschen im Kindergarten auskennt, weiß, welch eine pädagogische und religiöse Arbeit dort geleistet wird. Das wissen ihre Eltern und möchten ihr Kind im Kindergarten haben. Schwester Maria Luise ist Ordensschwester und gehört der Ordensgemeinschaft der Schwestern Unserer Lieben Frau an, die sich immer ganz besonders der Jugend verpflichtet hat. So hat Sr. M. Luise durch ihre Frömmigkeit und ihre Liebe zu den Menschen auf dem Ostacker ein Zeugnis für die Frohe Botschaft Jesu gegeben.(…) Wir freuen uns, dass die Schwester dem Ostacker treu geblieben ist und danken ihr ganz herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz in unserem Stadtteil.“

Nach Beendigung ihrer Kindergartentätigkeit wechselte Sr. Maria Luise in ein neues Aufgabengebiet und übernahm ehrenamtlich seelsorgerische Dienste in drei Seniorenheimen in Duisburg-Ruhrort. Sowohl in ihrer pädagogischen Arbeit in Kindergarten und Hort als auch in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Senioren war ihre freundliche, zugewandte und offene Art sehr geschätzt.

Sr.M.Luise wusste sehr gut, Feste vorzubereiten und zu gestalten und war selbst mittendrin dabei.

Nach der Auflösung unserer Schwesterngemeinschaft in Duisburg-Laar, zu der auch Sr. Maria Luise gehörte, wechselte sie in unsere Gemeinschaft in Mönchengladbach, bis sie dann im Jahr 2014 nach Haus Salus in Mülhausen übersiedelte. Ihren Kräften entsprechend hat sie sich zunächst auch hier einfühlsam und freundlich eingebracht. So lange es ihr möglich war, nahm sie am Gemein-schaftsleben, an den Gottesdiensten und den sozialen Angeboten teil.

In der Lesung an ihrem Sterbetag heißt es: „Unsere Heimat aber ist im Himmel.“ (Phil 3,20) Im Glauben wissen wir, dass Schwester Maria Luise bei Gott, ihrer Heimat, angekommen ist.