Schwester Maria Lorenza ND 5131 PDF Download
Maria Elisabeth BÜNING
Maria Regina Provinz, Coesfeld / Deutschland
Datum und Ort der Geburt: 30. Oktober 1937 Bocholt
Datum und Ort der Profess: 15. August 1958 Coesfeld
Datum und Ort des Todes: 05. Oktober 2026 Coesfeld, Kloster Annenthal
Datum und Ort der Beerdigung: 13. Oktober 2026 Coesfeld, Schwesternfriedhof
Der Herr spricht: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Joh 6,48)
Maria Elisabeth war die Tochter des Johann Büning und seiner Frau Elisabeth, geborene Schülinglanver. Mit ihren vier Geschwistern wuchs sie wohlbehütet auf. Ihr Vater starb, als Maria 12 Jahre alt war. Sein Tod war für sie ein erster, herber Verlust, wie sie oft sagte. Maria besuchte die katholische Volksschule in Bocholt, aus der sie 1951 entlassen wurde.
1955 trat Maria in unsere Ordensgemeinschaft in Coesfeld ein und erhielt bei der Einkleidung ihren Ordensnamen Schwester Maria Lorenza. Nach ihrer zeitlichen Profess 1958 in Coesfeld war sie zunächst in Vreden tätig, danach wurde der oldenburgische Teil unserer Provinz ihr Bestimmungsort. 1964 legte sie in unserem Generalat in Rom ihre ewige Profess ab. Zu der Zeit gehörte sie schon der Hl. Geist Provinz in Vechta an. Von 1964 bis 1967 arbeitete sie im Kindergarten in Damme, danach besuchte sie von 1967 bis 1969 in Coesfeld die Fachschule für Kinderpflegerinnen. Die Arbeit mit Kindern im Vorschulalter und später im Internat in Cloppenburg sollte ihre Bestimmung werden. Sie war gern in Coesfeld, am Ort ihrer Klosterjugend, wie sie immer wieder sagte. Sie lachte viel und war immer zu Scherzen aufgelegt.
Bis 1974 war sie in den unterschiedlichsten Kindergärten der Coesfelder Provinz tätig, nur unterbrochen von dem Besuch der Fachschule für Sozialpädagogik in Vechta. 1974 wurde sie nach Cloppenburg ins Vincenzhaus versetzt, einer Schule mit angegliedertem Internat für lernschwache Jungen und Mädchen. Hier war sie bis 1991 tätig.
Schwester Maria Lorenza litt an einer starken Sehschwäche. Zwei Hornhautübertragungen und mehrere Augenoperationen brachten nur einen kurzfristigen Erfolg. Ein schweres Gehirnbluten sorgte für ein fast totales Erblinden. Nur mit einer großen, verdunkelten Brille konnte sie sich vor dem Tageslicht schützen.
Es folgten Jahre im Pfortendienst in Damme, bis sie 2008 in den Ruhestand ging. Sie wechselte nach Vechta-Marienhain. Sie hatte regelmäßig Besuch von Ehemaligen und hielt auch telefonisch den Kontakt.
Als die Provinzen Coesfeld und Vechta wieder zusammengelegt wurden, war Schwester Maria Lorenza eine der ersten, die sich für Coesfeld meldete. Ihr Wunsch war es, nahe ihrer Heimat Bocholt und ihrer Familie zu sein. So kam sie 2017 zum Kloster Annenthal und lebte sich schnell ein. Gern nahm sie an den religiösen und gemeinschaftlichen Angeboten im Haus teil. Ansonsten gestaltete sie ihre Zeit nach ihren Bedürfnissen. Im Laufe der Jahre zog sie sich immer mehr zurück, brauchte immer öfter die Hilfe und Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen in der Pflege und Betreuung. Sie klagte nie, war mit allem zufrieden, wurde schließlich bettlägerig und brauchte in allen Dingen professionelle Hilfe.
So still, wie sie zuletzt gelebt hat, gab sie ihr Leben in die Hände Gottes zurück.





