Schwester Maria Gertrudis ND 5601 PDF Download
(früher: Sr. M. Geltrudis)
Maria Anna LOHMANN
Maria Regina Provinz, Coesfeld, Deutschland
Datum und Ort der Geburt: 04. September 1938 Holdorf
Datum und Ort der Profess: 18. April 1960 Coesfeld
Datum und Ort des Todes: 09. Oktober 2025 Coesfeld, Kloster Annenthal
Datum und Ort der Beerdigung: 14. Oktober 2025 Coesfeld, Schwesternfriedhof
„Herr, zeige mir deinen Weg, leite mich auf rechter Bahn.“
Maria Anna war das fünfte Kind von Josef Lohmann und seiner Frau Elisabeth, geborene Glandorf. Ihr Rufname war Marianne. Als sie zwei Jahre alt war, zog die Familie um nach Lohnerwiesen / Lohne. Im Kreise ihrer vier Geschwister verlebte Marianne eine behütete Kindheit. Mit sechs Jahren wurde sie in Lohne eingeschult. Nach ihrer Schulentlassung nahm sie eine Arbeitsstelle in einem Haushalt in Lohne an. Marianne schreibt in ihrem Lebenslauf: “Trotz der vielen Arbeit, es waren 9 Kinder dort und ein Geschäftshaushalt, stand ich mit Herz und Seele in dieser Arbeit, mit den Kindern war ich sehr verbunden. Nur der Gedanke, Schwester zu werden, war der Anlass, von der Familie Holthaus fortzugehen.” In ihrem Arbeitszeugnis steht: „Marianne war ehrlich, fleißig und ordentlich. Zu den Kindern war sie stets lieb und gut.“ Marianne schreibt weiter in ihrem Lebenslauf: “Am 01. Oktober 1955 kam ich nach Damme, froh und dankbar, nun meinem Ziel wesentlich näher gerückt zu sein.“ In Damme arbeitete Marianne im Kinderheim der Schwestern Unserer Lieben Frau in der Küche und bei den vorschulpflichtigen Kindern, bis sie am 15. Mai 1957 in Coesfeld in die Kongregation der Schwestern Unserer Lieben Frau eintrat.
Nach ihrer ersten Profess wurde Sr. M. Gertrudis nach Handorf versetzt. Hier übernahm sie die Leitung einer Mädchengruppe. Doch es zog sie in den Norden der Provinz, in Heimatnähe. So arbeitete sie in den Kindergärten in Meppen und in Essen/Oldenburg, nebenbei wurde ihr die Sorge für die Kapelle übertragen. Ihre Zeit als Gruppenschwester im St. Antoniusstift in Damme von 1964 bis 1968 wurde durch das Terziat in Rom unterbrochen. In unserem Generalat in Rom legte Sr. Maria Gertrudis am 28.5.1965 ihre ewigen Gelübde ab. Anschließend wurde ihr in Damme eine Gruppe von 13 Kindern im Alter von 2 – 4 Jahren anvertraut. Sie leitete die Gruppe liebevoll und konsequent.
Im April 1968 begann Sr. M. Gertrudis ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwester im Kinderkran-kenhaus St. Johann in Osnabrück und beendete diese im April 1971 mit gutem Erfolg. Nun sollte für 31 Jahre das Kinderheim Marienhain in Vechta ihr Wirkungsfeld werden. Sr. Maria Gertrudis hatte die Gabe, besonders pflegebedürftige Kinder gut zu versorgen und zu fördern. So wurden ihr von unterschiedlichen Einrichtungen Kinder mit Entwicklungsdefiziten gebracht. Mit Geduld und liebe-voller Konsequenz sorgte sie sich um alle Kinder, die ihr anvertraut wurden. Über viele Jahre hin-weg arbeitete sie mit ihrer leiblichen Schwester Käthe zusammen.
Bei Sr. M. Gertrudis stellten sich im Laufe der Jahre gesundheitliche Probleme ein, die ein weiteres Arbeiten in der Gruppe unmöglich machten. Sie setzte sich dann als Krankenschwester für alte und kranke Mitschwestern ein, bis sie selbst mehr und mehr auf Hilfe angewiesen war. Das Gehen fiel ihr zusehends schwer. Bald war sie an einen Rollstuhl gebunden. Als 2017 die Pflegestation in Vechta aufgegeben wurde, wechselte Sr. M. Gertrudis mit weiteren Schwestern nach Coesfeld ins Seniorenzentrum in den Salusbereich. In letzter Zeit führten eine Diabeteserkrankung und Durchblu-tungsstörungen zu einer Teilamputation ihres linken Fußes. Von den Mitarbeiterinnen in der Pflege erhielt Sr. M. Gertrudis kompetente Hilfe und von ihren Mitschwestern jede Unterstützung. Möge unser guter Gott ihr nun den Weg in sein himmlisches Reich zeigen.





