Die Schwestern Unserer Lieben Frau der indonesischen Provinz veranstalteten am 14. und 15. Februar 2026 in Pekalongan einen Workshop zum Thema Psychosexualität für Schwestern in der Ausbildung und und junge Professschwestern.
Gastredner dieses Workshops war Pater Fransiskus Iwan Yamrewarv MSF, ein Priester der Missionare der Heiligen Familie. Er präsentierte den Stoff auf offene und kontextbezogene Weise. Pater Fransiskus begann mit der Erörterung mehrerer realer Fälle aus dem Ordensleben und der Gesellschaft im Allgemeinen. Dieser Austausch diente sowohl als Spiegel als auch als Warnung. Psychosexuelle Themen sind eine Realität, die nicht ignoriert werden dürfen, sondern auf reife und kluge Weise verstanden werden müssen. Er definierte Psychosexualität als alles, was mit den mentalen, emotionalen und verhaltensbezogenen Prozessen im Zusammenhang mit der menschlichen Sexualität zu tun hat. Durch einen kommunikativen und reflektierenden Ansatz wurden die Teilnehmerinnen ermutigt, Sexualität nicht als Tabuthema zu betrachten, sondern als ein Geschenk, das auf gesunde Weise in ihre Berufung integriert werden muss.
Die Teilnehmerinnen wurden ermutigt, ihr „Frausein“ als Teil ihrer von Gott gegebenen Identität zu verstehen und anzunehmen, um emotionale und spirituelle Reife zu fördern. Diese Reife ermöglicht es den Schwestern, in ihrem Leben ein authentisches und freudiges Zeugnis abzulegen. Darüber hinaus wurden die Teilnehmerinnen zum klugen Umgang mit sozialen Medien angeleitet, wobei wahrzunehnem ist, dass diese das Selbstbild und die Beziehungen stark beeinflussen können. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehörten das Annehmen der eigenen Identität, das Fördern von Reife und ein bewusster Umgang mit sozialen Medien.
In ihrer Ansprache betonte Sr. Maria Robertin, die Provinzoberin, ihre Hoffnung, dass sich die Selbsthingabe nicht nur in der Ordenskleidung sichtbar wird, sondern auch in der Art und Weise, wie jede Schwester ganz für Gott lebt. Sie regte dazu an, positive Werte in den Alltag zu integrieren, sowohl im Gemeinschaftsleben als auch im Apostolat.
Während der zweitägigen Veranstaltung zeigten die Teilnehmerinnen große Begeisterung. Sie beteiligten sich aktiv an Diskussionen, persönlicher Reflexion und dem Austausch von Erfahrungen. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehörten ein tieferes Verständnis von Keuschheit, das Anerkennen der Sexualität als göttliches Geschenk sowie die Verpflichtung, diese zu schützen, zu respektieren und auf reife Weise in das Ordensleben zu integrieren.
Dieser Workshop ist ein konkreter Schritt der indonesischen Provinz. Er hilft jungen Ordensmitgliedern, sich ganzheitlich zu entwickeln, wobei der Schwerpunkt auf persönlichem, spirituellem und apostolischem Wachstum liegt. Das Ziel ist es, sie zu befähigen, ein entsprechendes und bedeutungsvolles christliches Zeugnis in der Kirche und in der Gesellschaft zu leben und weiterzuvermitteln.






