Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Schwester Maria Regina 

Schwester Maria Regina                 ND 4886                  PDF Download

(früher Schwester Maria Clemença)

Regina ROZA

Unsere Liebe Frau von Guadalupe Provinz, Brasilien

Datum und Ort der Geburt:       05. Oktober 1935   Não-Me-Toque, RS
Datum und Ort der Profess:      10. Februar 1956    Passo Fundo, RS
Datum und Ort des Todes:         24. Januar 2026     Passo Fundo, RS
Datum und Ort der Bestattung: 25. Januar 2026     Santa Cruz Friedhof, Passo Fundo, RS

“Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade.” (Ps 25,4)

Regina Roza, das zweitjüngste von den sechs Kindern der Eheleute Balduino José da Roza und Emilia Paula de Azevedo, wurde in eine Familie hineingeboren, die tief im christlichen Glauben verwurzelt war. Schon früh wurde sie in das Leben der Kirche und in religiöse Praktiken eingeführt, die ihre Art zu sein und zu leben tiefgreifend geprägt haben.

Regina begegnete den Schwestern Unserer Lieben Frau in Carazinho, wo sie Gottes Ruf erkannte, ihr Leben in den Dienst ihrer Brüder und Schwestern zu stellen. Nach einer Zeit des Gebets und der Entscheidungsfindung, in der sie den Herrn bat, ihr seinen Weg zu zeigen, trat sie 1954 in das Noviziat der Schwestern Unserer Lieben Frau ein.

Mit ihrer Berufsausbildung zur Buchhalterin, ihrem Bachelor-Abschluss in Rechnungswesen und ihrem Zertifikat als Apothekenfachkraft war Schwester Maria Regina bestens vorbereitet, um ihre Sendung in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der damaligen Heilig-Kreuz-Provinz zu erfüllen. Ihre einfache, einladende und herzliche Art machte sie sowohl an ihrem Arbeitsplatz als auch im Gemeinschaftsleben zu einer beliebten Persönlichkeit.

Schwester Maria Regina war stets darauf bedacht, Gottes Wege zu erkennen. Ab 1990 widmete sie sich von ganzem Herzen der Seelsorge für die indigene Bevölkerung in den Gemeinden Iraí, Carazinho und Passo Fundo. Anfangs war diese neue Arbeit eine große Herausforderung. Dennoch gelang es Schwester Maria Regina durch ihre Sensibilität, ihren Respekt und ihre Offenheit gegenüber verschiedenen Kulturen, ein tiefes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Diese Bindung war so stark, dass das Volk der Kaingang ihr den Namen Pen Fang gab, was „Saracura-Vogel” (eine Art Sumpfvogel oder Ralle) bedeutet, der Vogel, der ihnen Land brachte.

Schwester Maria Regina war auch Mitglied des Missionsrats für indigene Völker (CIMI), einer Organisation der Nationalen Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB), die sich für die Verteidigung der Rechte, Würde und Autonomie indigener Völker einsetzt.

Im Alter von 90 Jahren freute sich Schwester Maria Regina auf die Feier ihres Gnadenjubiläums – 70 Jahre geweihtes Ordensleben –, das für den 11. Januar 2026 geplant war. Doch der Herr hatte andere Pläne. Am Heiligabend 2025 erkrankte sie plötzlich und wurde in ein Krankenhaus in Passo Fundo eingeliefert. Nach mehreren Krankenhausaufenthalten verstarb Schwester Maria Regina am 24. Januar. Sie ist die erste Schwester der neu gegründeten Provinz Unserer Lieben Frau von Guadalupe, die in das ewige Leben hinübergegangen ist.

Möge Schwester Maria Regina nun in Gottes Gegenwart ruhen und den Lohn für ihre Treue zu ihrer Berufung erhalten, ein Leben, das geprägt war von mitfühlender Zuwendung und unermüdlichem missionarischen Einsatz für die Schwächsten.