Nach der gemeinsamen Zeit mit den fünf indischen Terziatschwestern in Bangalore, Indien, überschritten wir, die drei indonesischen Terziatsschwestern, Grenzen und begaben uns auf Missionsreise. Vom 23. November bis zum 6. Dezember nahmen wir an einer tiefgreifenden Erfahrung am Rande der Gesellschaft teil. Diese Erfahrung vertiefte unser spirituelles Wachstum, erweiterte unseren Horizont und stärkte unser Engagement für die Mission.
Die Herzen öffneten sich, als Schwester Helena, Schwester Sumani und Schwester Wanmin bedeutungsvolle Tage mit den Kleinen Schwestern der Armen verbrachten. Dies war nicht nur eine Zeit des Besuchs, sondern eine sanfte und tiefgreifende Begegnung mit Gottes Gegenwart im täglichen Leben. Durch die gemeinsamen Momente mit den älteren Bewohnern wurden unsere Herzen still verwandelt. Mit den älteren Menschen zusammen zu sein, fühlte sich an, als würden wir lebendigen Geschichten lauschen: Geschichten des Glaubens, der Ausdauer, der Liebe und der Hoffnung. Ihre Augen drückten mehr aus als Worte, und ihre langsamen, vorsichtigen Schritte erinnerten uns an das kostbare und zerbrechliche Geschenk des Lebens. Selbst die kleinsten Gesten der Dankbarkeit berührten uns tief. In ihrer Gegenwart fühlten wir Jesus ganz nah, der uns einlud, mit sanfteren Herzen zu lieben und mit tieferem Mitgefühl zu dienen.
Im Snehalaya-Krankenhaus in Solur wurden Schwester Clarissa und Schwester Vijaya Zeuginnen der Liebe Gottes, die durch den mitfühlenden, selbstlosen Dienst der Schwestern der Nächstenliebe sichtbar wurde. Der Besuch von Familien in schwierigen Situationen, die Zeit im HIV-Zentrum und die Erfahrung im Kinderadoptionszentrum haben unsere Herzen tief berührt. Zu sehen, wie kleine Kinder mit solcher Zärtlichkeit gepflegt wurden, machte die Liebe Gottes durch menschliche Hände sichtbar. Wir kehrten erneuert und dankbar zurück, gestärkt in unserer Verpflichtung, Christus in den Schwächsten und oft Vergessenen zu erkennen und ihnen zu dienen.
Die Herzen der Schwestern Meena, Edmunda und Monika waren tief bewegt, als sie Zeit mit den besonderen Kindern im Kloster der Cottolengo-Schwestern verbrachten. In diesem demütigen Dienst erkannten wir, wie unser gütiger Gott uns einlud, seiner Gegenwart auf neue und unerwartete Weise zu begegnen. Jedes Kind mit seinen besonderen Bedürfnissen half uns, Liebe auf einfache Weise zu verstehen. Wir hätten nie gedacht, dass das Baden der Kinder, das Helfen beim Fertigmachen für die Schule, das Reinigen ihrer Zimmer und das Pflegen ihres Gartens zu so bedeutungsvollen Taten der Liebe werden könnten. Einen Großteil unserer Zeit verbrachten wir damit, einfach bei ihnen zu sein und ihnen bei ihren Schularbeiten zu helfen. Durch diese gewöhnlichen Momente wurde unseren Herzen auf sanfte Weise beigebracht, mit Geduld, Präsenz und Freude zu lieben.






