Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Aus Steinen „grünes Gold“ machen

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Weltweit vermittelt der Auftrag der Schwestern Unserer Lieben Frau eine stille, aber kraftvolle Botschaft: Wo Glaube, Hingabe und Ausdauer aufeinandertreffen, blüht das Leben auf. Ein wunderschönes Beispiel für diesen Geist findet sich in Tisri – einst ein stilles und karges Land, das sich nun in einen lebendigen Garten der Hoffnung verwandelt hat.

Durch den täglichen Einsatz und die Beharrlichkeit der Schwestern hat sich der einst harte, unfruchtbare Boden nach und nach in einen fruchtbaren, blühenden Garten verwandelt. Was einst leblos schien, trägt nun Früchte – sowohl im wörtlichen als auch im spirituellen Sinne.

Wasser, eine kostbare und begrenzte Ressource in dieser Region, wird sorgfältig gehütet. Durch Regenwassernutzung und den klugen Umgang mit natürlichen Wasserquellen versorgt die Gemeinschaft ihre Gärten und deckt ihren täglichen Bedarf. Die Wasserknappheit hat die Schwestern oder die Schüler, die an diesem Auftrag mitwirken, nie entmutigt. Stattdessen hat dieser sie dazu inspiriert, kreativer und verantwortungsbewusster zu leben, im Einklang mit der Natur.

Diese Verwandlung spiegelt auf wunderschöne Weise die inspirierenden Worte von Schwester Maria Aloysia Wolbring wider: „Macht aus Steinen Gold.“ In Tisri erhält dieser Satz eine neue und lebendige Bedeutung. Das Gold, das geschaffen wird, ist nicht das Metall, das auf den Märkten glänzt, sondern etwas weitaus Lebensspendenderes – „grünes Gold“.

Auf dem Klostergelände blüht  das Leben auf. Die Gemüsegärten gedeihen dank geduldiger Pflege. Hühner, Enten und Kaninchen verleihen der Umgebung Lebendigkeit, während Vögel die Luft mit ihrem Gesang erfüllen. Die Natur selbst scheint an der Ruhe dieses Ortes teilzuhaben, an dem der Rhythmus der Erde und das Gebet miteinander verschmelzen.

Für viele Schwestern hat das Leben in Bayangdih Türen zu neuen Erfahrungen und Erkenntnissen geöffnet. Die Arbeit mit der Erde, das Pflanzen und die Sorge um die Schöpfung werden sowohl zu einer Verantwortung als auch zu einem Segen. Selbst diejenigen, die erst nach der Pflanzsaison ankamen, nehmen teil an der Freude beim Ernten von Tapioka, Kartoffeln, Kohl, Tomaten, Erdnüssen, Ingwer, Kurkuma, Erdbeeren und anderen Feldfrüchten – Früchten der hingebungsvollen Arbeit der Schwestern.

Das tägliche Berühren der Erde wird zu einem Gebet in Aktion. Das Sorgen für die Erde und das Pflegen der Pflanzen verwandeln gewöhnliche Arbeit in einen heiligen Akt der Dankbarkeit gegenüber Gott.

Die Geschichte von Tisri und Bayangdih in Jharkhand erinnert uns daran, dass nichts zu unfruchtbar ist, um durch glaubensvolle Hingabe verwandelt zu werden. Wenn wir unsere Hände in den Boden von Gottes Schöpfung legen und unsere Herzen in Seine Vorsehung, können sogar Steine zu Gold werden – und Wüsten können erblü.