Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Schwester Maria Nelda Luiza  

Schwester Maria Nelda Luiza                   ND 4426                      PDF Download

(Früher Schwester Maria Florência)

Nelda Luiza MÖHLECKE

Provinz Unserer Lieben Frau von Guadalupe, Passo Fundo, RS, Brasilien

Datum und Ort der Geburt:           14. Januar 1929         Carazinho, RS
Datum und Ort der Profess:          10. Februar 1949        Passo Fundo, RS
Datum und Ort des Todes:            28. Mai 2026              Não Me Toque, RS
Datum und Ort der Bestattung:   29. Mai 2026              Santa Cruz Friedhof, Passo Fundo, RS

“Oh! Wie gut ist der gute Gott!”

 Nelda Luiza war das zweite von den elf Kindern der Eheleute Oscar Carlos Möhlecke und Erna Möhlecke. Sie absolvierte ihre Ausbildung und Vorbereitung auf das Ordensleben in Passo Fundo. Bei ihrer Einkleidung erhielt Nelda den Namen Schwester Maria Florência, kehrte jedoch später zu ihrem Taufnamen zurück.

Nach ihrer ersten Ordensprofess war sie an mehreren Schulen tätig; ihre große Leidenschaft galt jedoch der Krankenpflege. Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Schwesternhelferin in Porto Alegre erhielt sie ihr offizielles Zertifikat als Apothekerin. Außerdem besuchte sie mehrere Kurse zur Seelsorge für Kranke, die vom Institut für Seelsorge in Porto Alegre angeboten wurden. Nach Abschluss dieser Ausbildung widmete sie sich von ganzem Herzen der Krankenpflege, insbesondere der Begleitung und Unterstützung werdender Mütter.

Schwester Maria Nelda Luiza ließ keine Gelegenheit zur Evangelisierung aus. Nach der Sonntagsmesse sammelte sie die liturgischen Flugblätter ein und verteilte sie an die Fahrgäste in Überlandbussen, wobei sie eine kurze Zusammenfassung des Tagesevangeliums gab und ein Gebet anführte. Ihr schlichter und doch tiefer Glaube zeigte sich in konkreten Taten der Nächstenliebe.

Im Jahr 1971 veranlasste ihr großzügiges und missionarisches Herz sie dazu, sich der Gruppe von Pionierinnen anzuschließen, die das Charisma Unserer Lieben Frau in den Bundesstaat Acre im Norden Brasiliens brachten. Als hilfsbereite, offene und kommunikative Frau zeichnete sich Schwester durch eine bewundernswerte Beharrlichkeit aus und hatte ein besonderes Gespür für die Bedürfnisse der Ärmsten. Sie widmete viele Jahre der Kinderpastoral (Pastoral da Criança) und brachte Müttern mit begrenzten Mitteln bei, wie sie ihre Kinder auf einfache, nahrhafte und erschwingliche Weise ernähren konnten, was wesentlich dazu beitrug, die Rate der Unterernährung bei Kindern zu senken. Nichts schien Schwester zu schwer zu fallen, wenn es darum ging, die Bedürftigen zu schützen und ihnen zu helfen. Sie hatte ein tiefes Vertrauen in die göttliche Vorsehung und betete, dass Gott die notwendigen Mittel bereitstellen möge, um den Schwächsten zu helfen.

Mit Hilfe von Freiwilligen und Strafgefangenen, die gemeinnützige Arbeit leisteten, pflegte Schwester Maria Nelda Luiza einen Hochbeetgarten, in dem sie Heilkräuter, Gewürze und Gemüse anbaute. Außerdem leitete sie Workshops, in denen sie den Menschen beibrachte, wie man Seife herstellt, Brot backt und näht – all dies trug dazu bei, die Würde und Selbstständigkeit vieler Familien zu stärken. Sie besuchte Kranke zu Hause und brachte ihnen Medikamente mit, die sie in ihrer Apotheke aus Kräutern, Essenzen und Sirupen selbst hergestellt hatte.

Für Schwester Maria Nelda Luiza war „ora et labora“ gelebte Realität. Auf dem Weg zu ihren verschiedenen Aktivitäten betete sie ununterbrochen. Sie pflegte eine besondere Liebe zu Jesus im Allerheiligsten Sakrament, zur Eucharistie und zur Mutter Gottes. Im Gemeinschaftsleben war Schwester Maria Nelda Luiza bescheiden und herzlich und erzählte mit großer Freude von ihrer Arbeit unter den Benachteiligten. Oft rief Schwester voller Freude aus: „Oh! Wie gut ist der gute Gott!“

Als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte und körperliche Schmerzen sie daran hinderten, ihr aktives Apostolat fortzusetzen, zog Schwester Maria Nelda Luiza in die Gemeinschaft der Casa Betânia ein. Am 28. Mai beendete Schwester ihre lange irdische Pilgerreise und legte ihr Leben in die Hände des guten Gottes, den sie geliebt und dem sie in den Armen, Kranken und Bedürftigen gedient hatte. Wir danken für ihr Leben und ihr Glaubenszeugnis, ihren missionarischen Mut, ihre Einfachheit, ihre Großherzigkeit und ihre Liebe zu den Bedürftigsten.