Schwestern Unserer Lieben Frau… gesandt, die Liebe unseres guten und fürsorgenden Gottes zu leben

Schwester Elizabeth Marie  

Schwester Elizabeth Marie                       ND 4943                        PDF Download

(früher Schwester Thomas Marie)

Elizabeth Ruth SCANLON

Provinz der Unbefleckten Empfängnis, USA

Datum und Ort der Geburt:         02. April 1936           Cleveland, Ohio
Datum und Ort der Profess:        16. August 1956        Cleveland, Ohio
Datum und Ort des Todes:          14. Juli 2025              Gesundheitszentrum, Chardon, Ohio

Betty Ruth war das erste Kind und einzige Mädchen der Eheleute Thomas und Marie (Grady) Scanlon. Sie und ihre beiden jüngeren Brüder hatten eine glückliche Kindheit und wuchsen mit viel Liebe auf. Das Zuhause war ein lebendiger Ort, an dem die Familie geschätzt wurde; die starken Bande, die in diesen frühen Jahren geknüpft wurden, hielten ein Leben lang. Sie feierten zusammen, schätzten einander und waren stolz auf ihr irisches Erbe. Ihr Vater, ein Schaffner bei der New Yorker Zentralbahn, starb plötzlich im Jahr 1944; Betty schätzte immer den tiefen Glauben und die Stärke ihrer beiden Eltern. 1950 ging sie auf die Notre Dame Academy in Cleveland, wo sie die höhere Schule besuchte. Als Schülerin im vorletzten Schuljahr erkannte sie, dass es das Wort „unmöglich” nicht gibt, „wenn Gott und ich beide etwas wollen”. In der Überzeugung, dass sie Gott am besten gefallen könnte, wenn sie sich für das Ordensleben entschied, wurde sie im Februar ihres Abschlussjahres Postulantin. Bei der Einkleidung wählte sie den Namen Schwester Thomas Marie.

Schwester Elizabeth Marie erwarb sowohl einen Bachelor- als auch einen Master-Abschluss am St. John College in Cleveland. Sie unterrichtete dreißig Jahre lang Grundschulklassen in Pfarrschulen im Großraum Cleveland und Nord-Virginia. Die Vorbereitung der Kinder auf den Empfang der Sakramente war eine Freude und ein Privileg. Im Jahr 1988 wurde sie Nachhilfelehrerin für Kinder, die zusätzliche Unterstützung bei den Grundfertigkeiten benötigten. Sie zeigte große Bereitschaft, jedem Kind zum Erfolg zu verhelfen, und war kreativ, wenn es darum ging, weiterführende Arbeiten oder Fördermaßnahmen zu finden. Ihre Fähigkeit, Technologie für Forschung und Kommunikation zu nutzen, war für die Entwicklung des Lehrkörpers von großer Bedeutung. Schwester Elizabeth Marie erwarb sich die Dankbarkeit und den Respekt von Schülern, Lehrkräften und Eltern.

Im Jahr 2003 kehrte Schwester Elizabeth Marie nach Chardon zurück und engagierte sich weiterhin für die Schwestern in der Kommunität und in der örtlichen Gemeinde. Sie half in der Bibliothek und gab Nachhilfe im SND Legacy Project in Cleveland. Sechs Jahre lang arbeitete sie ehrenamtlich im Flüchtlings- und Migrationsbüro der Diözese; ihr Einsatz für andere war groß und wurde geschätzt. Mit Freude nutzte sie ihre ständig wachsenden Computerkennt-nisse, um anderen Schwestern zu helfen und den Kontakt zu ihrer Familie und vielen Freunden aufrechtzuerhalten.

Schwester Elizabeth Marie ertrug mehrere gesundheitliche Probleme mit Mut und Entschlos-senheit. Sie hatte eine kindliche Neugierde und wollte immer wissen, „warum“. Jeden Tag las sie einer Schwester vor, die ihr Augenlicht verloren hatte. Ihre Schwerhörigkeit beeinträchtigte nicht ihren Wunsch, mit den Menschen um sie herum in Kontakt zu treten. In diesen letzten Jahren fand sie immer wieder Gelegenheiten, ihr Leben zu gestalten. Sie hatte Zeit für das Gebet, sinnvolle Gespräche und Diskussionen, Wortspiele und für ihre Lieblingsbeschäftigung, das Lesen. Schwester Elizabeth Marie ist ruhig und friedlich zu Gott heimgegangen. Wir sind dankbar für das Geschenk, das sie für uns war. Möge sie in Frieden ruhen.