{"id":86015,"date":"2017-07-25T07:27:13","date_gmt":"2017-07-25T07:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/snd1.org\/schwester-maria-severina\/"},"modified":"2024-07-05T10:47:44","modified_gmt":"2024-07-05T10:47:44","slug":"schwester-maria-severina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/snd1.org\/de\/todesnachricht\/schwester-maria-severina\/","title":{"rendered":"Schwester Maria Severina"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Schwester Maria Severina \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>ND\u00a0 3991 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<a href=\"https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/SeverinaD.pdf\"><i class=\"fa fa-download\"><\/i> PDF Download<\/a><\/h3>\n<p>Helene Meyer<\/p>\n<p>Maria Regina Provinz, Coesfeld \/ Deutschland<\/p>\n<p>Datum und Ort der Geburt:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 07. Oktober1923 \u00a0 K\u00f6ln, Deutschland<br \/>\nDatum und Ort der Profess: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 15. August 1951\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 M\u00fclhausen<br \/>\nDatum und Ort des Todes: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 25. Juli 2017 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 M\u00fclhausen, Haus Salus<br \/>\nDatum und Ort der Beerdigung: \u00a0 \u00a0 31. Juli 2017 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 M\u00fclhausen, Schwesternfriedhof<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-19898\" src=\"https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Severina.jpg\" alt=\"\" width=\"149\" height=\"216\" \/>Mitten in der Zeit der Weltwirtschaftskrise, der Geldentwertung und Arbeitslosigkeit wurde Helene geboren. Ihr Vater Walter stammte aus einer j\u00fcdischen Familie und war selbst\u00e4ndiger Metzgermeister am Schlachthof in K\u00f6ln. Ihre Mutter Wilhelmine war Hausfrau und sorgte mit viel Liebe f\u00fcr die kleine Leni und ihre zwei Jahre j\u00fcngere Schwester Ruth. Den Eltern gelang es mit viel Phantasie und Liebe, den beiden M\u00e4dchen trotz \u00e4u\u00dferer Not die Kindheit und Jugend sch\u00f6n zu gestalten und ihnen die Augen und Herzen zu \u00f6ffnen f\u00fcr Menschen, die Hilfe brauchten. Die tiefe Verankerung im rheinischen Katholizismus, gepaart mit K\u00f6lner Humor gab den Kindern das n\u00f6tige R\u00fcstzeug zur Bew\u00e4ltigung der Trennungen und Leiden, die \u00fcber die Familie kommen sollten.<\/p>\n<p>Schon bald sp\u00fcrten sie den Judenhass des Nationalsozialismus, der den Vater und die Kinder traf und sie immer mehr in die Isolation trieb. Ihre Kraft holten sie aus der Bindung an die Kirche und aus dem Zusammenhalt des gro\u00dfen Familienverbandes. Schweren Herzens trennten sich die Eltern, um Mutter und Kinder vor dem Judenhass zu sch\u00fctzen, aber Leni wollte ihren Vater nicht alleine lassen und zog mit ihm in eine eigene Wohnung. Sie blieb an seiner Seite bis zur Deportation in ein Konzentrationslager. Aus der Familie des Vaters sind 25 \u2013 30 Verwandte in den Konzentrationslagern umgekommen. Zwei Br\u00fcdern des Vaters gelang die Flucht nach S\u00fcd- und Nordamerika. Zu den Verwandten in den USA bestand bis jetzt eine enge Verbindung.<\/p>\n<p>Bei den Schwestern U.L.Frau am Georgsplatz in K\u00f6ln fand Leni liebevolle Aufnahme, absolvierte dort ihr \u201ePflichtjahr\u201c <em>(die Nationalsozialisten verpflichteten 1938 alle Frauen unter 25 Jahren zu einem Jahr Arbeit \u201ein der Land- und Hauswirtschaft\u201c)<\/em> und lernte die Schwestern n\u00e4her kennen.<\/p>\n<p>Die schweren Bombenangriffe auf K\u00f6ln zwangen Schwestern und Mitarbeiterinnen zur Flucht und Evakuierung nach Sachsen. Nach dem 2. Weltkrieg machte Leni eine Ausbildung als S\u00e4uglings-und Kinderkrankenschwester und trat am 01.02.1949 in die Kongregation der Schwestern U.L.Frau ein. Bei ihrer Einkleidung erhielt Sie den Namen Schwester Maria Severina.<\/p>\n<p>Als Kinderkrankenschwester und nach einer weiteren Ausbildung zur Heimerzieherin arbeitete Sr. M. Severina ihr ganzes Ordensleben hindurch bei behinderten Kindern und Jugendlichen vor allem im Heinrichhaus in Neuwied-Engers und im Vinzenzheim in Aachen. In Aachen war sie ab 1992 bis zur Aufl\u00f6sung der Kommunit\u00e4t im Jahr 2007 auch Kommunit\u00e4tsleiterin und Mitglied des Hausvorstandes.<\/p>\n<p>Sr. M. Severinas vielseitige berufliche Begabung, ihre Kreativit\u00e4t, aber vor allem ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und ihr Humor, gepaart mit einer tiefen Fr\u00f6mmigkeit und Lebensbejahung \u00fcbertrug sie auf die ihr anvertrauten jungen Leute, von denen ihr viele bis ins hohe Alter verbunden blieben. Ihre ganz besondere Zuwendung galt den durch das Medikament Contergan mit schweren k\u00f6rperlichen Behinderungen geborenen Kindern.<\/p>\n<p>Ihre eigenen leidvollen Erfahrungen als Kind und Jugendliche machten sie stark und empfindsam f\u00fcr die Not anderer Menschen und halfen ihr, in Alter und Krankheit froh und dankbar zu bleiben und allen ein gutes Wort und ein herzliches Lachen zu schenken.<\/p>\n<p>In den fr\u00fchen Morgenstunden des 25. Juli 2017 nahm der gute Gott sie zu sich und schenkte ihr die ewige Heimat. Wir danken ihr f\u00fcr ihr Lebenszeugnis und f\u00fcr die guten Wegspuren, die sie zur\u00fcckgelassen hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Regina Provinz<br \/>\nCoesfeld \/ Deutschland<br \/>\n25. 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