{"id":76762,"date":"2013-12-28T04:42:51","date_gmt":"2013-12-28T04:42:51","guid":{"rendered":"https:\/\/snd1.org\/schwester-hedwig-maria\/"},"modified":"2024-07-05T11:05:42","modified_gmt":"2024-07-05T11:05:42","slug":"schwester-hedwig-maria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/snd1.org\/de\/todesnachricht\/schwester-hedwig-maria\/","title":{"rendered":"Schwester Hedwig Maria"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hedwig-M-w300.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-8980\" alt=\"Hedwig-M-w300\" src=\"https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hedwig-M-w300.jpg\" width=\"180\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hedwig-M-w300.jpg 300w, https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hedwig-M-w300-205x300.jpg 205w\" sizes=\"(max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>Schwester Hedwig Maria \u00a0 \u00a0\u00a0<\/b>ND \u00a03994 \u00a0 \u00a0<a href=\"https:\/\/snd1.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/HedwigMaria+D.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u21d2PDF Download<\/a><br \/>\nHedwig Eilers<\/p>\n<p>Leibliche Schwester von Sr.M.Brigitta (+ 18.07.2006) und Sr.M.Hildegundis<\/p>\n<p>Maria Regina Provinz, Coesfeld \/ Deutschland<\/p>\n<p>Datum und Ort der Geburt: \u00a0 18. November 1922 \u00a0 B\u00f6rgerwald, Emsland, Deutschland<br \/>\nDatum und Ort der Profess: \u00a0 22. Mai 1952 \u00a0 \u00a0 \u00a0M\u00fclhausen<br \/>\nDatum und Ort des Todes: \u00a0 \u00a0 28. Dezember 2013 \u00a0 \u00a0M\u00fclhausen, Haus Salus<br \/>\nDatum und Ort der Beerdigung: \u00a0 03. Januar 2014 \u00a0 \u00a0 \u00a0M\u00fclhausen, Schwesternfriedhof<\/p>\n<p>\u201eEine starke Frau, wer wird sie finden?\u201d Auf den ersten Blick betrachtet werden nur wenige Sr. Hedwig Maria zu den starken Frauen z\u00e4hlen. Ihr Lebensweg war nicht spektakul\u00e4r und von gro\u00dfen Erfolgen gezeichnet. Ihre Gr\u00f6\u00dfe bestand vielmehr darin, in den kleinen, oft unscheinbaren Diensten zuverl\u00e4ssig zu sein. Was ihr aufgetragen wurde, erledigte sie gut, nicht selten weit \u00fcber ihre Kr\u00e4fte hinaus.<\/p>\n<p>Hedwig Eilers wurde am 18. November 1922 in B\u00f6rgerwald, Emsland, geboren. Ihr Vater, der erst sp\u00e4t nach Ende des Ersten Weltkrieges aus der franz\u00f6sischen Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, versuchte durch die Gr\u00fcndung eines Lebensmittel- und Textilwarengesch\u00e4ftes seiner wachsenden Familie ein solides wirtschaftliches Einkommen zu verschaffen. Doch die Auswirkungen der Weltwirt-schaftskrise trafen selbst die Bewohner in l\u00e4ndlichen Gebieten hart. Auch Herr Eilers wurde arbeitslos. Wenn sich ihm eine neue Arbeitsm\u00f6glichkeit anbot, griff er zu, auch wenn es sich nur um ein zeitlich begrenztes Arbeitsverh\u00e4ltnis handelte. So wurde mehr und mehr die Mutter zur Lebensmitte der wachsenden Familie. Sparsam musste die Haushaltsf\u00fchrung sein, zumal zehn Kinder ihre Zuwendung brauchten, Da war es selbstverst\u00e4ndlich, dass vor allem die \u00e4ltesten Kinder zur Mitarbeit im Haushalt angehalten wurden. Von ihrer Mutter lernte Hedwig sorgsames Wirtschaften. Vor allem aber waren es eine tiefe Fr\u00f6mmigkeit und Lebensweisheit, die die Mutter ihren Kindern vorlebte und weitergab.<\/p>\n<p>Das, was Hedwig bei ihrer Mutter gelernt hatte, konnte sie sofort noch dem Abschluss ihrer Volksschul-ausbildung in die Tat umsetzen. Mit 15 Jahren \u00fcbernahm sie alle anfallenden Arbeiten auf einem benachbarten Bauernhof und wurde schon bald eine gute St\u00fctze der B\u00e4uerin. Auch die Betreuung der drei Kinder der Bauernfamilie wurde ihr \u00fcbertragen. Fast 10 Jahre lang tat sie diese Arbeit, einsatzbereit, sachkundig und freundlich, ja nicht selten auch ihre Kr\u00e4fte \u00fcberfordernd, Das galt insbesondere f\u00fcr die Zeit, als der Bauer zum Milit\u00e4rdienst eingezogen wurde und im Zweiten Weltkrieg zu Tode kam. Jetzt lastete die gesamte Verantwortung f\u00fcr die Bewirtschaftung des Bauernhofes auf der B\u00e4uerin und auf Hedwig, die fortan auch schwere Arbeiten auf dem Feld und dem Hof \u00fcbernehmen musste: \u201e Eine starke Frau\u201c, wie die Bibel sie r\u00fchmt.<\/p>\n<p>Nur ungern beurlaubte die B\u00e4uerin sie f\u00fcr ein Jahr, als Hedwig ihre Kenntnisse in der Kochkunst und Haushaltsf\u00fchrung in dem von unserer Ordensgemeinschaft geleiteten Kinderheim in Wachtendonk am Niederrhein erweitern wollte. In dieser Zeit erkannte Hedwig ihre Berufung zum Ordensleben. Am 1. Juli 1949 begann sie, zusammen mit ihrer j\u00fcngeren Schwester Johanna, im Kloster M\u00fclhausen die Postulats- und Noviziatsausbildung. Schon bald wurde deutlich, dass Sr. Hedwig Maria aus einer tiefen Fr\u00f6mmig-keitshaltung ihr Ordensleben pr\u00e4gte.<\/p>\n<p>Ihre freundliche, unaufdringliche Umgangsweise, ihre Zuverl\u00e4ssigkeit und Einsatzbereitschaft waren gute Voraussetzungen daf\u00fcr, dass ihr in den Folgejahren Arbeiten in unterschiedlichen Bereichen der Haushaltsf\u00fchrung, der Kranken- und Altenbetreuung \u00fcbertragen werden konnten. Auch in den Aufgaben der Kommunit\u00e4tsleitung bew\u00e4hrte sie sich. Durch ihre besonnene, g\u00fctige und diskrete Art gewann sie die Wertsch\u00e4tzung und das Vertrauen der Schwestern und Mitarbeiterinnen.<\/p>\n<p>Seit etwa 1995 sp\u00fcrte Sr. Hedwig Maria, wie ihre Kr\u00e4fte nachlie\u00dfen. Sie musste liebgewordene Besch\u00e4f-tigungen aufgeben. Es wurde einsamer um sie, und manchmal erfuhr sie das Leben als dunkle Last. Es muss f\u00fcr sie eine besondere Gnade gewesen sein, als sich ihr am 28. Dezember 2013 der Himmel auf-tat und sie \u2014 befreit von aller Erdennot \u2014 nun endlich ganz bei dem sein kann, dem ihr Herz in leichten und schweren Tagen geh\u00f6rte und dem sie als \u201estarke Frau&#8220; ihr Leben lang gedient hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maria Regina Provinz<br \/>\nCoesfeld \/ Deutschland<br \/>\n28. 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