Schwester Maria Paulitta ND5664 PDF Download
Christa SCHMEDES
Maria Regina Provinz, Coesfeld, Deutschland
Datum und Ort der Geburt: 27. November 1941 Bühren/Emstek
Datum und Ort der Profess: 07. April 1964 Coesfeld
Datum und Ort des Todes: 17. August 2025 Coesfeld, Kloster Annenthal
Datum und Ort der Beerdigung: 21. August 2025 Coesfeld, Schwesternfriedhof
Christa Schmedes war die Tochter der Eheleute Heinrich Schmedes und seiner Frau Kunigunde, geb. Bothe. Mit ihren drei Geschwistern verlebte sie eine frohe, unbeschwerte Kindheit. Ihre Volks-schulzeit in ihrem Heimatdorf Bühren beendete sie 1956 mit sehr gutem Erfolg. Im Anschluss daran besuchte Christa die Frauenfachschule in Vechta. Hier entstanden auch die ersten Kontakte mit den Schwestern Unserer Lieben Frau. In Münster erwarb sie vor dem Prüfungsausschuss die Bildungs-reife für die Aufnahme in Frauenfachschulen für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen. Zu dieser Zeit wohnte sie schon als Aspirantin in der Liebfrauenburg in Coesfeld. In der hier angegliederten Berufsfachschule konnte Christa nun die Fachschule für Sozialpädagogik besuchen, die sie im März 1961 mit sehr gutem Erfolg abschloss.
Im gleichen Jahr trat Christa in das Noviziat der Schwestern Unserer Lieben Frau ein und erhielt bei ihrer Einkleidung ihren Ordensnamen Maria Paulitta. Nach ihrer ersten Profess setzte Sr. M. Paulitta ihre pädagogischen Fähigkeiten im Kindergarten “Herz Jesu” in Bocholt ein. Dort hatte sie auch die Gelegenheit, am “Sozialen Seminar” teilzunehmen, einem Angebot der Diözese Münster. 1969 legte Sr. M. Paulitta in unserem Generalat in Rom ihre ewigen Gelübde ab.
Es war ihr Wunsch, als Religionspädagogin arbeiten zu dürfen. So bereitete sie sich in Coesfeld auf ihr Studium vor und wechselte 1969 nach Paderborn an die Fachhochschule für Religionspädagogik, die sie 1971 beendete. Es folgte ihr Anerkennungsjahr in Rhede an einer Grundschule. 1972 kehrte Sr. M. Paulitta für viele Jahre an die Liebfrauenschule in Coesfeld als Religionslehrerin und später auch als Schulseelsorgerin zurück. Hier wirkte sie mit ganzer Kraft und vor allem mit tiefer Freude. Sie sah es als ihre Aufgabe an, die ihr anvertrauten jungen Menschen für den Glauben zu sensibili-sieren, die Werte in ihnen zu entdecken und zu fördern und ihnen ein gutes Rüstzeug für den Berufsweg mit auf den Weg zu geben. Von 1991 bis 2001 wohnte sie mit zwei Mitschwestern in der Gemeinde Goxel in Coesfeld, hier fand sie ein zusätzliches Wirkungsfeld.
Nach ihrer aktiven Tätigkeit wechselte Sr. Maria Paulitta ins Kloster Annenthal. Hier fand sie im Zusammenleben mit unseren älteren Schwestern ein neues Tätigkeitsfeld. In ihrer ruhigen und bedächtigen Art war sie eine gute Zuhörerin. Sie war auch immer bereit, kleine Besorgungen in der Stadt zu machen, unzählige Wege mit dem Fahrrad zu Ärzten und Apotheken waren ihr nie zu viel.
Vor einigen Jahren stellten sich gesundheitliche Einschränkungen ein, der Verlust ihres linken Auges war ein gewaltiger Einschnitt. Sr. Maria Paulitta liebte die Morgenfrühe. Nicht selten sah man sie zu jeder Jahreszeit mit ihrem Rollator noch vor dem Frühstück im Park oder im Garten. Sie freute sich still an der Natur, empfand das Wachsen, Reifen und Ernten als großes, persönliches Geschenk.
Zu ihren Angehörigen hielt Sr. M. Paulitta in all den Jahren guten Kontakt.
In den letzten Wochen nahm die körperliche Schwäche von Sr. M. Paulitta täglich zu. Von den Mitarbeiterinnen in der Pflege erhielt sie kompetente Hilfe und von ihren Mitschwestern jede Unterstützung.
So still, wie sie gelebt hat, so still gab sie auch ihr Leben in die Hände Gottes zurück. Ein langes Leben hat sich in Gott vollendet.





