Durch die Eucharistie geeinte Kerngemeinde in Ludwigslust, Ostdeutschland

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Bei ihrem Besuch der kleinen Kommunität in Ludwigslust, zwischen Hamburg und Berlin gelegen, war Sr. Josefa Maria erstaunt, eine um die Eucharistie versammelte Kerngemeinde vorzufinden. Am Abend trafen sich in der Kapelle des Schwesternhauses ca. 15 Personen zu einer gestalteten Anbetungsstunde. Am nächsten Morgen waren zum Rorategottesdienst bei Kerzenschein um 6.15 Uhr 18 Personen versammelt; anschließend wurde im Gemeindehaus gefrühstückt.

Mit dem Pfarrer, Dr. Ludger Hölscher, bilden Sr. M. Margreth und Sr. M. Thaddäa das Herz dieser Kerngemeinde von Menschen, die eine große geistliche Sehnsucht haben. Auf diese Sehnsucht antwortet die Pfarrei mit spirituellen Angeboten. So fand in Parchim ein adventliches Besinnungswochenende zur Bedeutung von Josef in der Heilsgeschichte statt. Das Wochenende war geprägt von Schweigen, nächtlicher eucharistischer Anbetung sowie von der gut genutzten Möglichkeit zu beichten.

Um die Lebendigkeit dieser Gemeinde zu würdigen, muss man wissen, dass der Ostteil von Deutschland bis zur Wende 1989 eine lange Zeit der Unterdrückung und Behinderung des christlichen Glaubens erlebt hat. Das gesellschaftliche Umfeld ist säkular, es gibt nur 3% Katholiken.

In der Küche des kleinen Schwesternhauses ist jeder willkommen. Sr. M. Thaddäa versteht es, die Gäste durch köstliche Mahlzeiten zu verwöhnen. In der Gemeinde hält sie zu vielen alten Menschen Kontakt, bereitet die Liturgie vor und sogt für den Blumenschmuck in der Pfarrkirche. Sr. M. Margreth arbeitet bei der Caritas und hat dabei Gelegenheit, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten.